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Mitgliederversammlung 2008

14.03.2008 - Bericht über die Mitgliederversammlung

v. l. n. r.: Werner Hänlein (DRK-Kreisgeschäftsführer), Helga Klotz (40 Jahre), Dieter Farr (Bereitschaftsleiter), Werner Engel (40 Jahre), Carolin Maag (20 Jahre), Walter Schneider (Vorsitzender), Liliane Augenstein (Kreisbereitschaftsleiterin)

Ortsvereinsvorsitzender Walter Schneider konnte im Beisein von Vertretern der Gemeinderatsfraktionen, der Kreisbereitschaftsleiterin Liliane Augenstein und Kreisgeschäftsführer Werner Hänlein knapp 30 Aktive, Freunde und Gönner des DRK-Ortsvereins Remchingen begrüßen.

Schneider bedankte sich bei allen, die im vergangenen Jahr zur Bewältigung der zahlreichen Aufgaben beigetragen haben sowie den Mitbürgerinnen und Mitbürgern der Gemeinde, welche das Rote Kreuz mit Zuwendungen und Spenden unterstützten. Im Sommer 2007 startete der Ortsverein eine Spendenbriefaktion an die Remchinger Geschäftswelt, da die beiden in die Jahre gekommenen Mannschaftstransportwagen (MTW) des Vereins dringend ersetzt werden müssen. Das DRK Remchingen kann dabei nicht auf Zuschüsse hoffen, sondern muss die für die Jugend- und Seniorenarbeit, Sanitätsdienste,  Betreuungs- und Notfalleinsätze dringend benötigten Fahrzeuge aus eigenen Mitteln und Spenden finanzieren. Schon nach wenigen Wochen gingen großzügige Spenden der Remchinger Gewerbetreibenden ein. Der Bund der Selbstständigen, örtliche Kreditinstitute und Vereine überreichten ebenfalls große Schecks und unterstützen damit die Arbeit des DRK für das Allgemeinwohl.  

Die Vorstandschaft ist erfreut, dass der Ortsverein so viel Anerkennung und Unterstützung genießt und ist zuversichtlich, in den nächsten Monaten entsprechenden Fahrzeugersatz beschaffen zu können. Während andere Leute in den Urlaub gefahren sind, führte der Ortsverein mitten in den Sommerferien eine Blutspendeaktion durch. Trotz der Urlaubszeit kamen 163 Spendenwillige zum Blutspendetermin, der erstmals mit einer Aktion zur Knochenmarktypisierung kombiniert wurde. Mit dieser Aktion möchte der Verein Menschen helfen, für die eine Knochenmarkstransplantation oftmals die einzige Überlebenschance ist. Je mehr Daten in der Knochenmarksspenderdatei gespeichert sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Leukämiepatienten ihren „genetischen Zwilling“ finden können.  

Der Ortsverein verfügt mittlerweile über eine weitere Erste-Hilfe-Ausbilderin und kann damit das Kursangebot für die Bevölkerung oder Betriebshelferkurse für Firmen weiter ausbauen. Die Erlöse aus Altkleidersammlung sind weiterhin ein wichtiges finanzielles Standbein des Vereins. Die vier Sammelcontainer in den Ortsteilen werden trotz Konkurrenz von gewerblichen Anbietern stark frequentiert. Leider missbrauchen immer wieder einige Zeitgenossen die Sammelcontainer als Mülleimer, um Hausmüll zu entsorgen.  

Dass aber nicht nur geschuftet, sonder auch das Miteinander gepflegt wurde,  spiegelt sich im jährlichen Grillfest, der Herbstwanderung und der Weihnachtsfeier wieder.

Im Rahmen des Helfer-vor-Ort-Systems (HvO) stiegen die Alarmierungszahlen 2007 wie bereits in den Vorjahren deutlich an. Das Remchinger Team leistete bei 186 Notfalleinsätzen unentgeltlich und ehrenamtlich qualifizierte Hilfe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und ist damit die am häufigsten  alarmierte HvO-Gruppe im Rettungsdienstbereich Pforzheim-Enzkreis. Die hohe Verlässlichkeit, die sehr gute Ausstattung des Einsatzfahrzeuges und die hohe Qualifikation der Einsatzkräfte machen die Remchinger Helfer zu einer verlässlichen Größe des Rettungsdienstes.  

Stellvertretender Bereitschaftsleiter Thomas Seemann informierte für den verhinderten Schriftführer Marcus Simon über die Inhalte der fünf ordentlichen und zwei außerordentlichen Vorstandssitzungen, bei denen u. a. über die Suche nach einem neuen Blutspendelokal, die Anschaffung diverser Gegenstände für die Ausbildung, die Planung von Veranstaltungen und Spendenaktionen beraten und beschlossen wurde.  

Die Gemeinde Remchingen hat dem Ortsverein ermöglicht, den neu in Remchingen stationierten Vier-Tragen-Krankentransportwagen des Katastrophenschutzes sowie einen Mannschaftstransportwagen und Anhänger im alten Feuerwehrhaus in Wilferdingen unterzubringen.  

Kassenverwalterin Andrea Ritter berichtete von einem ausgeglichenen Kassenstand. Die Kassenprüfer Doris Kolakowski und Thomas Seemann bescheinigten eine gewissenhafte und tadellose Kassenführung. 

Bereitschaftsleiter Dieter Farr berichtete von einem ereignis- und arbeitsreichen Jahr 2007, das bereits in den ersten Tagen mit der Alarmbereitschaft wegen des Sturmes Kyrill begann. Ebenfalls im Januar wurde die Bereitschaft Remchingen zur Versorgung der beim Schneechaos auf der Autobahn festsitzenden LKW- und PKW-Fahrer alarmiert. Viele der Betroffenen standen bis zu 18 Stunden auf der Autobahn im Schneetreiben und wurden im Einsatzabschnitt von Karlsbad bis Pforzheim West von der DRK Bereitschaft Remchingen mit Unterstützung der Bereitschaften aus Königsbach und Stein mit Heißgetränken, Verpflegung und warmen Decken versorgt. Im Bereich der Bundesautobahn A8 waren im Bereich Karlsbad bis Heimsheim 17 Bereitschaften mit rund 91 Helfern im Einsatz.

Weitere Schwerpunkte lagen in der Aus- und Fortbildung im Rahmen des Katastrophenschutzes, Altkleidersammlungen sowie der Teilnahme an Schauübungen und Wettkämpfen. Das DRK Remchingen ist ein verlässlicher Partner für die örtlichen Vereine und stellte bei zahlreichen Sanitätsdiensten die medizinische Versorgung von Teilnehmern und Gästen sicher, u. a. bei Faschingsveranstaltungen, Sportwettkämpfen und Fußballspielen, Radrennen, Kinderferienprogramm sowie bei Kulturveranstaltungen, Konzerten und im Freibad. Die Angehörigen der DRK-Bereitschaft haben 2007 mehr als 3400 Dienststunden geleistet.

Bei vielen Aktionen haben das Jugendrotkreuz und die „ältere Generation“ tatkräftige Unterstützung geleistet und sind unverzichtbar. Dieter Farr hob die harmonische und gut funktionierende Gemeinschaft hervor.

Über die Arbeit der drei Jugendrotkreuzgruppen informierte Carolin Maag, die zwischenzeitlich auch Kreisjugendleiterin ist. Die 31 Kinder und Jugendliche waren mit Eifer bei der Sache, wenn es um die Inhalte der Ersten Hilfe, Notfalldarstellung, Spiel- und Bastelangebote und viele weiteren Aktionen ging. Beim JRK-Kreisentscheid in Friolzheim hat die Remchinger Gruppe die acht anspruchsvollen Aufgaben mit Bravour gemeistert und den zweiten Platz in ihrer Altersgruppe erreicht. Ende Juli fand das schon fast traditionelle Kreisjugendzeltlager in Remchingen statt, wofür der Modellfliegerverein Remchingen wieder großzügig sein Vereinsgelände zum Aufstellen der Zelte überlassen hat. Die Bewohner des Altenpflegeheims Wilferdingen freuten sich am Jahresende über die Nikolausüberraschung des Jugendrotkreuzes mit selbstgebackenem Weihnachtsgebäck und Weihnachtsliedern. Zur Weihnachtsfeier der JRK-Gruppe II wurden zum ersten Mal die Eltern eingeladen, welche dieses Angebot zahlreich angenommen haben. Bei einem kleinen Imbiss, einer Diashow und einem Wissensquiz hatte die Eltern die Möglichkeit zu sehen, was ihre Kinder im Jugendrotkreuz machen und lernen.

Über einen regen Zuspruch bei der Seniorengymnastik berichtete Ilse Kirchenbauer. Mit diversen Übungsgeräten und Wassergymnastik halten sich in mehreren Gruppen in Remchingen und Ersingen fast 150 Senioren bis ins hohe Alter fit. Die Gruppe besteht bereits seit 32 Jahren. Frau Kirchenbauer und Frau Troost haben 2007 knapp 300 Gymnastikstunden gehalten und an Fortbildungen teilgenommen. 

Gemeinderätin Marianne Butz dankte im Namen der Gemeinde Remchingen und der Gemeinderatsfraktionen für die geleistete Arbeit und zeigte sich von den Aktivitäten tief beeindruckt. Das DRK Remchingen genieße eine hohe Wertschätzung und leiste einen wertvollen Beitrag bei der sozialen Verantwortung. Dies wird von der Gemeinde u. a. mit einem finanziellen Zuschuss bei der Fahrzeugneubeschaffung honoriert. 

Kreisbereitschaftsleiterin Liliane Augenstein schlug die Entlastung des Vorstandes vor, was von der Mitgliederversammlung einstimmig beschlossen wurde. Sie überbrachte die Grüße des DRK-Kreisverbandes Pforzheim-Enzkreis e. V. und dankte für die geleistete Arbeit. Ihr Lob galt auch der Helfer-vor-Ort-Gruppe, deren Engagement und Alarmierungszahlen an der Spitze des Enzkreises stehen.  

DRK-Kreisgeschäftsführer Werner Hänlein zeigte sich ebenfalls erfreut, hob die vielfältigen Aufgaben und die gut gemischte Altersstruktur des Ortsvereins hervor und berichtete über aktuelle Entwicklungen im Kreisverband. 

Bei den Ehrungen wurden Carolin Maag und Dirk Gulden für 20 Jahre aktive Mitarbeit, Helga Klotz und Werner Engel für 40 Jahre Mitgliedschaft und Kurt Dittler für 50 Jahre beim Roten Kreuz Urkunden und kleine Präsente überreicht.  

Text: T. Seemann, Bild: St. Seemann

20. März 2008 12:21 Uhr. Alter: 11 Jahre