Sie sind hier: Startseite » Großübung in Pforzheim

Großübung in Pforzheim

06.11.2010 - Remchinger Helfer bei Großübung im Pforzheimer Gewerbegebiet "Oberes Enztal" im Einsatz.

Eine Explosion in einem Galvanikbetrieb im Pforzheimer Gewerbegebiet „Oberes Enztal“, ein Brand und über 40 Verletzten, verschollene Pfadfinder, gekenterte Wassersportler und die Evakuierung kompletter Straßenzüge stellten die Katastrophenschutzhelfer am 06.11.2010 bei einer Großübung vor eine große Herausforderung. 

Zur Bewältigung der Schadenslage waren über 550 Helfer von DRK, Feuerwehr, THW, DLRG und Bergwacht im Einsatz. Das DRK alarmierte alle vier DRK-Katastrophenschutzeinsatzeinheiten der Stadt Pforzheim und des Enzkreises, um die vielen Verletzten zu versorgen und evakuierte Personen zu betreuen. Aus Remchingen wurde der Notfallkrankenwagen angefordert, zwei weitere Helfer waren in der Einsatzleitung.

Nach der Explosion in einem Galvanikbetrieb lagen in und vor dem Gebäude zahlreiche Verletzte, die beim Eintreffen der ersten Einsatzfahrzeuge hysterisch um Hilfe schrien. Nachdem die Feuerwehr die Personen aus dem Gefahrenbereich gerettet und dekontaminiert hatte, wurden die Verletzen zunächst zu einer naheliegenden Verletztensammelstelle gebracht. Nach lebensrettenden Sofortmaßnahmen erfolgte der Transport zum Messplatz, wo weitere DRK-Kräfte einen sogenannten Behandlungsplatz aufgebaut hatten. Ein Behandlungsplatz ist eine Art „Feldlazarett“. Hier werden bei Großschadensereignissen Verletzte behandelt und transportfähig gemacht, bis sie in umliegende Krankenhäuser gebracht werden können.

Weil bei der Explosion Schadstoffe freigesetzt wurden, mussten die Bewohner der Herrenstriet-Siedlung evakuiert werden. Hierfür hatte das DRK in der Jahnhalle eine Unterkunft mit Betreuung, Feldbetten und Verpflegung eingerichtet. Gleichzeitig suchte die Rettungshundestaffel nach vermissten Pfadfindern, das DLRG rettete verunglückte Kanufahrer aus der Enz. Ziel der Großübung war es, das Zusammenspiel der verschiedenen Hilfsorganisationen zu proben und das neue MANV-Konzept (Massenanfall von Verletzten) auf seine Tauglichkeit zu prüfen.

 Falls auch Sie Interesse an der Mitwirkung im Katastrophenschutz haben oder sich für unsere DRK-Arbeit interessieren, sind Sie herzlich eingeladen, sich unverbindlich bei unseren Dienstabenden  über unsere Arbeit und unsere Ausbildungsangebote zu informieren. Wir treffen uns alle 2 Wochen donnerstags um 20 Uhr im DRK-Depot in der Darmsbacher Straße 4 in Wilferdingen.  Die genauen Termine finden Sie hier

Einen Bericht, sowie Bilder und ein Video von der Übung finden Sie auf der Homepage der Pforzheimer Zeitung.  

Hier geht es zum Bericht der Pforzheimer Zeitung 

Text: T. Seemann

14. November 2010 10:29 Uhr. Alter: 9 Jahre