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Unfallszenario mit mehreren Schwerverletzten

09.07.2018 - Alle Helfer gefordert bei einer gemeinsamen Übung zwischen der Freiwilligen Feuerwehr Remchingen, Abteilung Süd und dem DRK OV Remchingen.

Ausgelöst durch einen Herzinfarkt, verlor ein Traktorfahrer das Bewusstsein und folglich die Kontrolle über sein Gefährt, kam in einer Kurve zu weit nach rechts in den Graben und kollidierte hierbei mit einem Fahrradfahrer, dessen Bein in Folge unter dem Reifen des Traktors eingeklemmt wurde. Nur wenige Meter entfernt, ereignete sich zeitgleich ein weiterer Verkehrsunfall mit dramatischen Folgen: Während eine ältere Person mit ihrem PKW an einer Weggabelung rückwärts wenden wollte, übersah der Fahrer des Kleinwagens eine Person und begrub diese unter sich. Eine weitere Problematik bestand darin, dass der PKW, bedingt durch einen Graben, nur noch auf zwei Rädern stand.

Schauplatz der Übung war der Fuß- und Radweg unterhalb der Autobahnbrücke in Nöttingen. Innerhalb weniger Minuten trafen die ersten Feuerwehrmänner der Abteilung Süd an der Unfallstelle ein, um sich einen Überblick über die Situation zu verschaffen. Zeitgleich erreichte auch die Helfer-vor-Ort-Besatzung des DRK die Unglücksstelle und übernahm unverzüglich die Erstversorgung der Verletzten. Aufgrund der Anzahl der Verletzten sowie ihrer misslichen Lage wurde sowohl auf Seiten der Feuerwehr als auch auf Seiten des DRK Verstärkung nachgefordert. Die Einsatzkräfte teilten sich in zwei Gruppen auf, um zum einen den Traktorfahrer (dargestellt durch eine Puppe) zu reanimieren und den Fahrradfahrer (ebenfalls durch eine Puppe dargestellt) durch das Sichern des Traktors sowie das Anheben des Reifens zu befreien und medizinisch zu versorgen. Die zweite Gruppe betreute zum einen den Fahrer des Kleinwagens, während die Feuerwehr sich daran machte, die verletzte Person unter dem Auto (dargestellt durch einen Mimen) mit Hilfe von Spreizer und anderem schweren Gerät herauszubekommen, um sie dem DRK für die weitere Erstversorgung übergeben zu können.

Die Verantwortlichen beider Organisationen zeigten sich zufrieden mit dem Ablauf der Übung sowie der Zusammenarbeit und reflektierten in einem Abschlussgespräch das Vorgehen der Helfer/innen, um für Realfälle bestens vorbereitet zu sein. Nachdem die Unfallstelle wieder aufgeräumt war, hatten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte beim anschließenden Grillen Gelegenheit, den Übungsabend gemeinsam ausklingen zu lassen. Hierfür noch einmal ein herzliches Dankeschön an die FFW Abteilung Süd für die Bewirtung!

Text: F. Hamann,  Bilder: S. Ziemer

17. Juli 2018 17:32 Uhr. Alter: 94 Tage