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Henry Dunants Schlüsselerlebnis: Die Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859

Henry Dunant - Photographie Agentur Schirner; mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Historischen Museums (DHM) Berlin

Es muss wohl ein sehr traumatisches Erlebnis gewesen sein, was dem eher zufällig anwesenden Kaufmann Henry Dunant auf dem Schlachtfeld von Solferino südlich des Gardasees widerfahren ist.

In seinem Buch "Un Souvenir de Solferino" (Eine Erinnerung an Solferino) schilderte er, wie am 24. Juni 1859 eine österreichische und französisch-sardische Armee zu einer Schlacht antraten, die nur fünfzehn Stunden dauern sollte, der aber - zu einem großen Teil aus Mangel an vorbereiteter Sanitätshilfe - mehr als 50.000 Menschen zum Opfer fielen.

Als gewöhnlicher Tourist war der 31jährige Genfer Henry Dunant Zeuge der Tragödie von Solferino. Tief erschüttert von den Szenen des Schreckens, dem Leiden und Sterben Tausender, leistete er unterstützt von opferwilligen Frauen und Männer aus den lombardischen Dörfern während Tagen und Nächten Hilfe.

Drei Jahre später erschien Dunants Schrift. Sie enthielt eine von stärkster Teilnahme getragene Schilderung des Elends von Solferino und einen Aufruf, eine Bitte an Männer und Frauen aller Länder und aller Stände, zu einem guten Werk beizutragen, durch das die Leiden künftiger Kriege gemildert werden könnten.

Dieser Schrift und Dunants unermüdlichem Werben war es schließlich zu verdanken, dass vorerst in Genf, dann auch in der übrigen Schweiz und in ganz Europa das Interesse für das zu schaffende Hilfswerk erwachte.

Schon 1863 war die Gründung des ROTEN KREUZES vollzogen und ein Jahr später konnte die erste Genfer Konvention abgeschlossen werden.

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